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17. Oktober 2023 - Unterwegs im mystischen "Feenwald" Fanal

Als die Insel Madeira 1419 entdeckt wurde, war sie beinahe vollständig mit dichtem Wald bedeckt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Portugiesen ihr diesen Namen gaben. Denn Madeira bedeutet Holz. Heute sind nur noch etwa 20 Prozent der Insel mit den berühmten Lorbeerwäldern bedeckt. Die Lorbeerwälder von Madeira wurden daher 1999 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt und genießen seitdem einen ganz besonderen Schutz und Aufmerksamkeit.

Heranrollender Nebel in die Hochebene von Fanal in einer Höhe von 1200 Metern


Im nördlichen Teil der madeirensischen Hochebene Paúl da Serra, die auch als Moor im Gebirge bekannt ist, liegt eine nahezu mystische und überraschend sanfte Landschaft in einer Höhe von etwa 1.200 Metern. In der Umgebung des Forsthauses von Fanal erstreckt sich eine Weidefläche, die von riesigen, jahrhundertealten Lorbeerbäumen durchzogen ist. Das üppige Grün der Wiesen und die von Flechten und Farnen bedeckten Bäume lassen darauf schließen, dass der Passatnebel hier regelmäßig Feuchtigkeit mit sich bringt.

Hohle Baumstämme sind keine Seltenheit im Feenwald von Fanal


Dieser bezaubernde Wald namens Fanal, ist Teil des großen Lorbeerwaldgebietes und liegt in einem alten Vulkankrater. Diesem Umstand verdankt der Ort seine unnachahmliche Schönheit. Lorbeerwälder benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Durch die Lage im Vulkankrater, kann diese Feuchtigkeit nicht so leicht entweichen. Dort stehen Bäume, die schon ein paar Jahrhunderte alt sind.

In Fanal stehen Bäume, die schon ein paar Jahrhunderte alt sind


Manche von ihnen sollen schon hier gestanden haben, als Madeira entdeckt wurde. Durch ihr hohes Alter und die Witterung haben sie eigentümliche Formen und Verästelungen angenommen, die mit dichtem Moos und Flechten überwuchert sind. Diese Umstände unterstreichen seine märchenhafte Erscheinung und prägten den Namen "Feenwald".

Eigentümliche Formen und Verästelungen durch das hohe Alter der Bäume


Wenn man mit dem Wetter Glück hat, dann kann man beobachten wie der dichte Nebel wie ein Schleier über die grünen, moosbewachsenen Wiesen hängt und alle Geräusche im Umkreis verschluckt.

Ab und an verirrten sich auch ein paar Sonnenstrahlen auf der sibyllenhaften Hochebene


Im dichten Nebel kam es mir vor, als wäre ich der einzige Besucher an diesem geheimnisvollen Ort. Je weiter man vordringt, desto mehr furchige und orakelhafte Lorbeerbäume tauchen vor einem auf. Seltsam geformt und schon fast etwas unheimlich stehen sie still vor einem und schnell fängt man an in den Baumstämmen Gesichter und Formen zu erkennen.

Furchige und orakelhafte Lorbeerbäume tauchen vor einem auf


Ich lief dort einige Stunden umher und machte unzählige Bilder von den bizarren Lorbeerbäumen, die sich in surrealen Verästelungen gen Himmel ranken.


Ich war definitiv im Fotohimmel angekommen...





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