top of page

12. September 2026: Irlands wilder Norden durch die Linse: Eine Fotoreise zu 10 magischen Orten

Autorenbild: Niko Benas
Niko Benas
4. Okt.
6 Min. Lesezeit

Der Norden Irlands – womit meist sowohl die politische Nation Nordirland als auch die geografisch nördliche Provinz Ulster gemeint ist – lässt sich als eine Region voller dramatischer Kontraste, tiefer historischer Brüche und überwältigender Natur charakterisieren.


Nachfolgend meine Top-Ten-Auswahl meiner persönlichen Fotospot-Favoriten, rein subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:


Platz 10: Assaranca Waterfall und Maghera Beach


Der Assaranca Wasserfall bei Ardara zählt mit seinem breiten, über Felsen hinabstürzenden Wasserfall zu den stimmungsvollsten Naturmotiven Donegals.

Direkt an der Zufahrt befindet sich eine kleine Parkmöglichkeit am Straßenrand, von der aus sich der Wasserfall bereits gut sehen lässt (54.758510, -8.513714).



Vom Parkplatz führt ein kurzer, unkomplizierter Fußweg über das Gelände hinunter zum Fuß des Wasserfalls – je nach Wetter kann der Untergrund allerdings rutschig sein.

Besonders reizvoll sind die moosbewachsenen Felsen, das herabströmende Wasser und die wilde, unberührte Umgebung.

Für Fotografen lohnt sich der Besuch vor allem während oder nach dem Regen, wenn der Wasserfall besonders kraftvoll erscheint.



Gerade mal drei Autominuten westlich, befindet sich die Maghera Beach an der Küste von Donegal. Sie begeistert mit goldenem Sand, dramatischen Klippen und zahlreichen vom Meer geformten Höhlen – besonders eindrucksvoll bei Ebbe.

Am westlichen Ende des Strandes befinden sich über 20 Höhlen, darunter zusätzlich 8 Felsbögen (Arches) und 5 Tunnel.



Der offizielle Parkplatz (kostenpflichtig) liegt direkt oberhalb des Strandes und ist ein guter Ausgangspunkt für die Fototour.

Vom Parkplatz (54.763241, -8.527891) führt ein kurzer Fußweg hinunter zum Strand, sodass du den Spot schnell erreichst (54.766788, -8.528766).

Für Fotografen bieten die Höhlen, Felsformationen und die weitläufige Bucht zahlreiche spannende Vordergründe.

Bei tief stehender Sonne und wechselhaftem irischem Wetter entstehen hier besonders stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen.




Platz 9: Glenoe Waterfall


Der Glenoe Wasserfall im County Antrim stürzt rund neun Meter über dunkle Felsen in eine dicht bewaldete, verwunschene Schlucht – ein besonders stimmungsvolles Motiv nach Regen.

An der Waterfall Road (B99) stehen zwei kleine Parkplätze zur Verfügung, die direkt zum Wasserfall führen (54.800114, -5.832363).



Vom Parkplatz geht es auf einem kurzen Pfad durch den Wald und über einige Stufen zur Aussichtsbrücke – der Wasserfall ist bereits nach etwa 100 Metern erreicht.

Rund um die Schlucht führen weitere Treppen und Wege zu unterschiedlichen Perspektiven auf die Kaskaden und das üppige Grün.

Für Fotografen bieten sich besonders lange Belichtungszeiten an, um das Wasser zwischen den moosigen Felsen weich und seidig darzustellen.




Platz 8: Dunlewey Church und The Wooden Bridge


Die Dunlewey Church im County Donegal ist eine kleine, romantische Ruine aus grauem Stein, die vor der dramatischen Kulisse des Mount Errigal und der Derryveagh Mountains liegt.

Sollte sich vor dem kleinen Parkplatz der Kirche (55.019373, -8.111044) keine Möglichkeit anbieten, ein geeigneter Ausgangspunkt ist der Dunlewey Lakeside Centre, wo sich Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe befinden (55.025452, -8.148292).



Von dort führt ein kurzer Fußweg entlang des Sees "Dunlewy Lough" zur Kirche, sodass sich das Motiv schnell und ohne größere Wanderung erreichen lässt.

Besonders eindrucksvoll sind die Kombination aus verwittertem Mauerwerk, dem dunklen See und den schroffen Bergen im Hintergrund.

Bei tief stehender Sonne oder mystischem Nebel entsteht hier ein typisch raues, atmosphärisches Motiv des irischen Nordwestens.



Läuft man ein paar Minuten die Straße hinunter, erreicht man einen malerischen und abgelegener Ort. Eine Brücke, die ins Nichts führt...

Obwohl sie aus Stein erbaut ist, wird sie „die hölzerne Brücke“ genannt – offenbar aufgrund ihres ursprünglichen Aussehens.

Sie sollte eigentlich als Weg zum Wohnsitz des Priesters dienen, doch nachdem dieser eine neue Aufgabe erhalten hatte und fortgezogen war, erübrigte sich der Weg.

Von dort aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das Poisoned Valley und den Mount Errigale, mit 751 m der höchste Berg im irischen County Donegal.




Platz 7: Ballintoy Harbour, Sandy Port und Elephant Rock


Ballintoy Harbour an der Causeway Coast begeistert mit zerklüfteten Basaltfelsen, kleinen Felsinseln, türkisfarbenem Wasser und einer dramatischen, windgepeitschten Küstenlandschaft.

Direkt am Hafen befindet sich ein kostenloser Parkplatz (55.244050, -6.369453), der sich als idealer Ausgangspunkt für die Fototour eignet.



Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß hinunter zum kleinen Hafenbecken und zu den markanten Felsformationen.

Besonders reizvoll sind die kontrastreichen Strukturen der schwarzen Felsen und das wechselnde Licht über dem Atlantik.

Bei rauer See, bewölktem Himmel oder bei Sonnenaufgang zeigen sich Ballintoy Harbour und seine Umgebung von ihrer besonders wilden und fotogenen Seite.



Den versteckten Strand (auch bekannt als „Sandy Port“) am erreicht man über einen kurzen Fußweg über die Harbour Straße vom Hafens aus (55.244057, -6.365998).

Der Hafen und die Küste dienten als Kulisse für die „Eiseninseln“ in der Serie Game of Thrones.



Der Elephant Rock ist eine faszinierende, elefantenförmige Felsformation die sich nur einen kurzen, malerischen Spaziergang westlich vom Hafen befindet. Nach einer lokalen Sage handelt es sich dabei um den versteinerten Überrest eines echten Elefanten, der einst vor einem Vulkanausbruch ins Meer floh.

Vom Hafen aus folgt man dem Küstenpfad zu Fuß Richtung Westen (Richtung Whitepark Bay).

Nach dem Überqueren von zwei Zäunen erreicht man nach einem kurzen Fußmarsch (ca. 15–20 Minuten) den Felsen im Wasser (55.241927, -6.381097).




Platz 6: Kinbane Castle


Kinbane Castle thront als eindrucksvolle Ruine auf einer schmalen Kalkstein-Halbinsel an der Antrim Coast und bietet spektakuläre Blicke auf das Meer und die zerklüftete Küste.

Direkt am Kinbane Castle Car Park an der Kinbane Road gibt es Parkmöglichkeiten (55.227108, -6.291357), von denen der Spot am schnellsten zu erreichen ist.

Vom Parkplatz führt ein steiler, teilweise unebener Fußweg über Treppen hinunter zur Burgruine und an die Küste.



Besonders fotogen sind die verwitterten Mauern, die markanten Kalksteinfelsen und der Blick über den Atlantik bis hin zu Rathlin Island.

Bei Sonnenaufgang und/oder dramatischem Wolkenhimmel, entfaltet die einsame Ruine ihre ganz besondere Atmosphäre.




Platz 5: The Dark Hedges


Die Dark Hedges im Norden Irlands faszinieren mit ihrer von knorrigen Buchen gesäumten Allee, die durch das Spiel von Licht und Schatten eine fast mystische Atmosphäre erzeugt.

Am bequemsten parkt man am dazugehörigen kostenpflichtigen Coach and Car Parkplatz (55.138369, -6.383591), von wo aus der Spot in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist.

Am schnellsten gelangt man über den ausgeschilderten Fußweg vom Parkplatz direkt zur berühmten Buchenallee.



Für Fotografen lohnt sich besonders der frühe Morgen, idealerweise kurz nach Sonnenaufgang, wenn die Allee noch ruhig ist und weiches Licht zwischen den Bäumen hindurchfällt.

Wer die charakteristische Stimmung ohne Menschenmengen einfangen möchte, sollte daher möglichst früh am Tag unterwegs sein.




Platz 4: Giant's Causeway


Der Giant’s Causeway beeindruckt mit rund 40.000 sechseckigen Basaltsäulen, die wie ein überdimensionales Naturmosaik in den Atlantik ragen – ein echtes Highlight für Landschaftsfotografen (55.243681, -6.505330).

Als Parkplatz eignet sich der gebührenpflichtige Causeway Car Park bei Innisfree Farm (55.234361, -6.511045); von dort führt der Küstenweg zum Gelände, während der Besucherparkplatz direkt am Visitor Centre nur für Besucher mit gebuchtem Visitor Experience vorgesehen ist.



Am schnellsten erreicht man die Felsformationen an der Küste vom Visitor Centre über den Blue Trail, der rund 1,3 km lang ist und etwa 25 Minuten dauert.

Für stimmungsvolle Fotos empfiehlt sich der frühe Morgen rund um den Sonnenaufgang, wenn das Licht weich ist und deutlich weniger Besucher unterwegs sind.

Mindestens genauso atmosphärisch und bildhaft sind jedoch auch Aufnahmen zum Sonnenuntergang.

Besonders eindrucksvoll wirken dann die geometrischen Basaltsäulen zusammen mit dem rauen Atlantik und den dramatischen Klippen.




Platz 3: Malin Head


Der gebührenfreie Malin Head Car Park (55.380419, -7.375522) eignet sich ideal als Ausgangspunkt für einen Besuch von Malin Head, dem nördlichsten Punkt des irischen Festlands.

Besonders fotogen sind Banba’s Crown mit dem historischen Signalturm, die dramatischen Klippen, das „EIRE 80“-Steinzeichen und das tosende Hell’s Hole (55.379064, -7.390311).

Vom Parkplatz am Fuß von Banba’s Crown erreicht man die markanten Aussichtspunkte über kurze Wege in wenigen Minuten; der Küstenpfad führt anschließend weiter Richtung Hell’s Hole und Devil’s Bridge.



Für die Fotografie sind früher Morgen oder später Abend besonders reizvoll – rund um Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang sorgen tief stehendes Licht und lange Schatten für eine dramatische Stimmung.




Platz 2: Fanad Head Lighthouse und Great Pollet Sea Arch


Der Fanad Head Lighthouse zählt mit seinem weißen Turm, den schwarzen Felsen und dem rauen Atlantik zu den spektakulärsten Fotospots Donegals – rund um den Leuchtturm gibt es zudem fantastische Ausblicke auf Lough Swilly und die Küste.



Direkt am Leuchtturm steht ein kostenloser Parkplatz (55.276501, -7.636810), von dem aus das Gelände und die besten Perspektiven auf den Leuchtturm schnell zu Fuß erreichbar sind.



Anschließend lohnt sich die kurze, 7minütige Weiterfahrt zur Great Pollet Sea Arch, Irlands größtem natürlichen Felsbogen, für den inzwischen ein eigener Parkplatz (55.254961, -7.630979) und ein breiter Fußweg bis zur Küste vorhanden sind.

Für fotogene Landschaftsfotos eignet sich besonders der frühe Morgen zum Sonnenaufgang, wobei bei der Sea Arch zusätzlich ein Blick auf die Gezeiten lohnt – mittlere Tide und etwas

Wellengang schaffen einen besonders spannenden Vordergrund. Graufilter nicht vergessen, Langzeitbelichtungen an beiden Spots sind unverzichtbar!




Platz 1: Crohy Head


Crohy Head begeistert mit dem markanten Naturbogen Bristi Sea Arch, schroffen Klippen und vorgelagerten Felsnadeln – eine wilde Atlantikkulisse, die besonders bei dramatischem Wetter spektakulär wirkt.

Direkt an der Küstenstraße gibt es eine kleine kostenlose Haltebucht (54.914251, -8.452161), allerdings können die wenigen Plätze schnell belegt sein; alternativ kann man in Maghery parken und etwa einen Kilometer zu Fuß weitergehen.



Vom Parkplatz führt ein kurzer, unmarkierter Grasweg in etwa 10 Minuten zur Klippenkante, von der sich der beste Blick auf den Sea Arch eröffnet.

Für stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen eignet sich besonders der späte Nachmittag bis Sonnenuntergang, wenn warmes Licht den Felsbogen hervorhebt; wer zum Strand hinabsteigen möchte, sollte dies ausschließlich bei sicherer Ebbe und passenden Wetterbedingungen tun.



Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.

Niko Benas Photo-Impulse © Romantische, mystische und verträumte Stimmungen. Biete private Workshops und Kalender an.

Alle Inhalte und Fotos © 2026 Niko Benas Photo-Impulse - niko.benas@arcor.de
 

  • Facebook
  • Instagram
bottom of page